Frühstücks-Treffen für Frauen Deutschland e.V. in Neumünster

Ich will frei sein

Foto:Voiges

Rund 180 Frauen debattierten beim Frühstückstreffen im Kiek In wie man sich von Zwängen befreit, um mehr Lebensglück zu erreichen

Neumünster. Auch die Freiheit braucht einen festen Rahmen, an dem man sich orientieren kann. Das war eine der zentralen Botschaften, die die Teilnehmerinnen des 44. Frauenfrühstücks am Sonnabend im Kiek In mit nach Hause nehmen konnten. Bereits im 19. Jahr organisiert die Neumünsteraner Ortsgruppe des bundesweit tätigen Vereins "Frühstückstreffen für Frauen" diese Veranstaltung, die sich den Lebensthemen des Alltags aus christlicher Sicht widmet.

"Ich will frei sein! Auf der Suche nach einem Leben in Freiheit" lautete dieses Mal das Thema. Rund 180 Frauen genossen sowohl einen interessanten als auch entspannten Vormittag in angenehmer Atmosphäre. "Viele Erstbesucherinnen sind überrascht von der großen Anzahl der Teilnehmerinnen", sagte die Ortsvereinsvorsitzende Brigitte Pusch.

Einleitend sprach Zoki Kinzner. Die junge Mutter erzählte von den Anforderungen und Herausforderungen, aber auch von den befreienden und beglückenden Momenten, die sie mit ihrem behinderten Sohn Benjamin (6) erlebt. Für sie habe der Glaube eine Bedeutung, die sich an der Aufgabe "ein besonderes Kind des Himmels" zu haben messe, berichtete sie.

Zum Umgang mit der inneren und äußeren Freiheit des Menschen, seiner Selbstbestimmtheit und seinen Grenzen referierte anschließend die Lebensberaterin Christl Gelhausen aus Hamburg. Sie vermittelte den Zuhörerinnen in ihrem Vortrag ein Bild von Freiheit, die einen glaubenorientierten Rahmen braucht, da diese ansonsten im zerstörerischen Egoismus ende. An vielen Beispielen machte sie deutlich, dass man sich von Prägungen, Fremdbestimmtheit und vordergründigen Anerkennungsbedürfnissen befreien kann, wenn man seine Unfreiheit erkennt, diese überprüft und sich im Besonderen der zentralen Frage widmet: "Wovon will ich eigentlich frei werden?"

(Voiges)